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Waldshut-Tiengen, den 28.10.2016

 

 

Anklageerhebung im Fall der Tötung des Stühlinger Waffenhändlers

Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen hat gegen den Beschuldigten im Verfahren zum Nachteil des Stühlinger Waffenhändlers Anklage wegen Mordes, Brandstiftung u.a. zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Waldshut-Tiengen erhoben. Die Anklagebehörde wirft dem 47-jährigen Kunden des Waffenhändlers vor, sein Opfer am 15.02.2016 in dessen Geschäftslokal erschossen zu haben, um Waffen zu entwenden. Anschließend soll der mutmaßliche Täter sein Opfer und das Geschäftslokal in Brand gesetzt haben, um Spuren zu vernichten.

Der Anklage gingen umfangreiche Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei im In- und Ausland, insbesondere die Vernehmung von mehr als 200 Zeugen, gerichtsmedizinische und diverse waffentechnische Begutachtungen sowie die Untersuchung durch einen Brandsachverständigen voraus. Die seitens des Polizeipräsidiums Freiburg gebildete Sonderkommission „Fabrik“ mit 11 Beamten des Kriminalkommissariats Waldshut-Tiengen und 24 von anderen Dienststellen des Präsidiums zugezogenen Kräften erhob in einer monatelangen Kleinarbeit die Beweise und vollzog durch die Staatsanwaltschaft erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse in 15 Objekten. Die Kriminaltechnik war mit mehr als 30 Untersuchungen befasst. Die Ergebnisse führten schließlich zur Verhaftung des Tatverdächtigen, der sich seit Mitte Juli in Untersuchungshaft befindet.  

 

Iris Janke

Leitende Oberstaatsanwältin

 

 

Waldshut-Tiengen, den 25.10.2016


Schweres Unfallgeschehen in der Innenstadt von Bad Säckingen am 07. Mai 2016

   



 

Die Ermittlungen im Verfahren gegen den mutmaßlichen Verursacher des schweren Unfallgeschehens in der Bad Säckinger Innenstadt Anfang Mai 2016 sind nunmehr abgeschlossen. Nachdem mehrere gerichtsmedizinische Gutachten, ein Unfallrekonstruktionsgutachten und eine aufwendige Auswertung von Videoaufnahmen erstellt sowie eine Vielzahl von Zeugen vernommen worden sind , ergibt sich nach Aktenlage folgender Sachstand:

Der Unfall ereignete sich in einem verkehrsberuhigten Bereich, in dem alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen müssen. Fahrzeugführer müssen die Schrittgeschwindigkeit einhalten. Der mittlerweile 85jährige PKW-Führer kollidierte hier aufgrund schuldhaften Fehlverhaltens und einer daraus folgenden unangepassten Geschwindigkeit zunächst mit einem Radfahrer, der ebenfalls zu schnell fuhr. Sodann fuhr der PKW-Führer ungebremst in die bestuhlten Außenbereiche zweier Gastronomiebetriebe. Hierdurch wurden 9 Personen, die sich dort aufhielten, schwer und weitere 18 Personen leicht verletzt. Der 60jährige Radfahrer erlag seinen Verletzungen am selben Tag in der Klinik. Eine 63jährige Gaststättenbesucherin verstarb aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Das Verursacherfahrzeug kam erst vor einem Modegeschäft an einer Sitzbank zum Stehen.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung Anklage zum Schöffengericht des Amtsgerichts Bad Säckingen erhoben.

 

 

Iris Janke

Leitende Oberstaatsanwältin

 

 

 

 

 

 

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